In der Schweiz Chemie studieren


Als Land, welches einige der weltweit wichtigsten Chemiefirmen beheimatet, ist die Schweiz prädestiniert für ein Chemiestudium. Nicht nur in diesen Firmen, sondern auch an mehreren Hochschulen werden chemische Fakten geschaffen und analysiert. Mehrere Universitäten bieten hochwertige Bachelor- und Masterprogramme an. Dazu gehören die älteste Hochschule der Schweiz, die Universität Basel (gegründet 1460) sowie die beiden im 19. Jahrhundert gegründeten Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und in Lausanne.

Diese sollen nun ein wenig näher vorgestellt werden:

Universität Basel

Die wichtigste Chemiestadt in der Schweiz ist Basel. Roche und Novartis sind Weltkonzerne, welche von Basel aus rund um den Globus gewachsen sind. Einige absolut bahnbrechende chemische Erfindungen kamen aus Basel, so zum Beispiel LSD, welches in den 1960er Jahren von Albert Hoffmann als Heilmittel entdeckt wurde. Die Universität Basel ist eine der ältesten in ganz Europa und Chemie ist schon seit 1527 Teil des Studienangebots. Damals erschien der berühmte Arzt und Chemiker Paracelsus an der Universität Basel und begründete so die lange Geschichte der Chemiestudien in Basel.Heute bietet die Universität Basel Studiengänge an, die zum Bachelor, zum Master, aber auch später bis zum Doktor führen können. Der Bachelor-Studiengang dauert drei Jahre und der Master kann innerhalb von drei weiteren Semestern erlangt werden. Die Nähe zu den erwähnten Großunternehmen bietet gute Möglichkeiten für den Einstieg in den Beruf, sowohl in der Praxis als auch in der Forschung. Seit den 1970er-Jahren wurde das Angebot um das Biozentrum erweitert, wo Fächer wie Molekular- und Zellbiologie angeboten werden.

ETH Zürich

Die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich verfügt für die Chemiestudien über ihr Departement Chemie und Angewandte Biowissenschaften (D-CHAB). Das D-CHAB ist in fünf Institute und Laboratorien gegliedert: das Institut für Chemie und Bioingenieurwissenschaften (ICB), das Institut für Pharmazeutische Wissenschaften (IPW), das Laboratorium für Anorganische Chemie (LAC), das Laboratorium für Organische Chemie (LOC) und das Laboratorium (LPC). Auch in Zürich werden Studiengänge für den Bachelor, den Master sowie für Doktoranden angeboten. Momentan sind 55 Professoren und Professorinnen an der ETH in Zürich beschäftigt und unterrichten rund 1100 Studenten in den Bachelor- und Masterprogrammen. Sie begleiten dazu auch knapp 500 Doktoranden. Die Fakultäten der ETH Zürich gelten weltweit als sehr gut und schneiden in diversen Rankings immer wieder sehr gut ab.

EPFL Lausanne

Die frankophone Sektion der ETH befindet sich in Lausanne und nennt sich Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL). Sie wurde 1853 gegründet und gilt als eine der führenden Universitäten weltweit. Auch dort werden Studiengänge in der Chemie angeboten. Im Angebot sind prinzipiell ein Bachelor in Chemie, sowie Masterstudiengänge in Molekularchemie und -biologie, sowie in biologischer und chemischer Verfahrenstechnik. An der EPFL werden auch Doktorierende begleitet. Wie bei vielen Studiengängen heutzutage üblich, ist nicht nur Französisch als Sprache wichtig, sondern auch Englisch, da ein großer Teil der Literatur mittlerweile auf Englisch verfasst wird.